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Trauer Trauerbewältigung im Raum Wien und Gumpoldskirchen

Trauer ist nach Verlusterlebnissen ein normaler Prozess. Dieser Prozess kann in extremen Fällen bis zu 2 Jahre dauern. Genauso kann er aber auch ins Stocken geraten.

Die betroffene Person verharrt dann auf der jeweiligen Stufe des Trauerprozesses und kann Ihn nicht mehr abschließen. Diese starre Form der Trauer kann man ohne professionelle Hilfe nicht mehr überwinden.

Symptome der Trauer

  • Der Eindruck von seinen Gefühlen überflutet zu werden ohne jegliche Möglichkeit der Kontrolle
  • Schuldgefühle im Zusammenhang mit dem Todesfall
  • Die verstorbene Person spielt im täglichen Leben noch immer eine gewisse Rolle
  • Es gibt Tabus im Zusammenhang mit der verstorbenen Person
  • Spannungszustände oder ungewollte Gefühlsausbrüche
  • Das Leben erscheint sinnlos – ohne Zukunftsperspektive
  • Das Gefühl immenser Müdigkeit und Antriebslosigkeit wenn man an die verstorbene Person denkt
  • Vermeidung vieler Situationen und Themen die mit Trauer oder Tod zusammenhängen
  • Todeswunsch oder Todessehnsucht
  • Körperliche Symptome wie Herzrasen, Gewichtsverlust oder allgemein die Missachtung körperlicher Bedürfnisse
  • Private oder berufliche Schwierigkeiten in Folge des Verlustes
  • Verwendung von Alkohol oder anderer Substanzen um die Trauer zu bewältigen

Ursachen

  • Todesfälle
  • Verlusterlebnisse anderer Art

Ablauf der Psychotherapie

Am Beginn der Therapie steht das Akzeptieren des Verlustes. Das kann ein Prozess sein der sich über mehrere Monate hinzieht, da es für einen betroffenen oft unvorstellbar ist z.B. den Tod eines geliebten Menschen hinzunehmen.

Parallel dazu bzw. danach ist es sehr wichtig den Schmerz des Verlustes zu spüren und zu verarbeiten. Oft ist dieser Schmerz so stark, dass man ihn unter therapeutischer Anleitung dosieren muss um so dem Betroffenen die Möglichkeit zu geben diesen Schmerz während dieser Verarbeitungsphase zu kontrollieren.

Ist das alles geschafft wird es wichtig zu lernen wie man sich dieser neuen Umgebung, in welcher der Verstorbene fehlt, anpassen kann.
Dabei geht es um die Anpassung an neue Lebensumstände, sowie neue Rollen und eventuell an ein neues soziales Umfeld.

In einem weiteren Schritt sollte die Beziehung zur verstorbenen Person neu definiert werden. Das hat den Zweck, dass der/die Verstorbene nicht aus dem Leben gelöscht werden muss, sondern die Beziehung auf eine Weise umgestaltet wird, die ein Weiterleben gestattet.
So sollen etwa neue, auch intime Beziehungen möglich werden, wenn der Ehepartner verstorben ist. Dazu gehört auch Wege zu finden wie sich der Betroffene auf erträgliche Weise an die verstorbene Person erinnern kann.

Ziele und Möglichkeiten der Psychotherapie

Wichtigstes Ziel ist die Verarbeitung des Verlustes. Was bedeutet, den Verlust zu akzeptieren, den Schmerz zu verarbeiten und wieder in der Lage zu sein das eigene Leben in allen Bereichen fortzusetzen.

Dieser Prozess kann unter Umständen die Möglichkeit bieten sich neu zu orientieren oder auch neue Aspekte an sich kennen zu lernen.

Langfristig soll der Betroffene wieder die Möglichkeit bekommen sein Leben weiter zu leben, auch nach einem verheerenden Verlust.